Hunger macht Katastrophen – und umgekehrt

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  • 2015•11•18     Germany     Neues Deutschland

    Wenn Naturkatastrophen in einem Land auf eine instabile Versorgungslage treffen, potenziert sich das Katastrophenrisiko – ohne »mutige Klimapolitik« werden auch ausgefeilteste Strategien zum Katastrophenschutz nicht reichen.

    Als Vanuatu im März 2015 vom Wirbelsturm Pam getroffen wurde, stand der südpazifische Inselstaat bereits an der Spitze des Weltrisikoindex. War die Katastrophe also vorhersehbar? Nein, der Weltrisikoindex sei keine Glaskugel, mit der extreme Naturereignisse vorausgesagt werden können, sagen die Autoren des am Dienstag in Berlin vorgestellten Weltrisikoberichtes 2015. Dennoch bestätigen die Folgen des Wirbelsturms die zentrale Aussage des Index: Wird ein instabiles Land von einem extremen Naturereignis getroffen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es zu einer Katastrophe kommt. Gleichzeitig können die Auswirkungen von Naturgewalten durch eine gesicherte Ernährung eingedämmt werden. »Wer Hunger hat, ist verletzlicher«, sagte Peter Mucke, Geschäftsführer des Bündnisses »Entwicklung Hilft«.

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